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Die Geburt der Einbau­küche

Die Frankfurter Küche von Margarete Schütte-Lihotzky.

Die Geburt der Einbauküche

Die „Frankfurter Küche“ von Margarete Schütte-Lihotzky war eine Revolution: Ihr Entwurf war die Blaupause für die Einbauküche – und beeinflusst die Küchenarchitektur bis heute. Die Wienerin Margarete Schütte-Lihotzky war in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmefrau: Sie war die erste Frau, die in Österreich ein Architekturstudium abgeschlossen hat, war der Widerstandsbewegung gegen das Nazi-Regime verbunden und tanzte noch zu ihrem 100. Geburtstag Walzer mit dem Wiener Bürgermeister. Unsterblich ist allerdings durch etwas anderes geworden: als „Mutter“ der Einbauküche.

1926 wurde sie vom Frankfurter Architekten Ernst May als Leiterin der „Unterabteilung Hausrat“ ins Frankfurter Hochbauamt gerufen. Von dort macht sie sich schon bald an die revolutionäre Umgestaltung des häuslichen Küchenbereichs. Die Grundlage für ihre "Frankfurter Küche" ist das Taylor-Prinzip aus der amerikanischen Industrie. Einzelne Arbeitsschritte und -wege werden mit der Stoppuhr gemessen, um die Abläufe zeitlich und räumlich zu optimieren. Dieses Prinzip überträgt Schütte-Lihotzky auf die Hausarbeit in der Küche. Die „Frankfurter Küche“ ist gerade mal 6,5 Quadratmeter groß. In ihrem Zentrum steht ein höhenverstellbarer Drehstuhl, mit dem alle Tätigkeiten im Sitzen verrichtet werden können. Ein durchdachtes System ermöglicht es, dass alle wichtigen Gerätschaften in dem kleinen Raum Platz finden – von Bügelbrett und Tisch bis hin zu Vorratsschränken.

In Frankfurt wird die Küche bis 1930 tausendfach als Standardküche im sozialen Wohnungsbau eingebaut – und das fortentwickelte arbeitsoptimierte System ist noch heute die Grundlage für die moderne Einbauküche, wie sie heute in ihrer ganzen Vielfalt in den Küchenstudios von KüchenTreff zu finden ist.

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